„Green Dating“: Umweltschutz und die Liebe

Dating-Apps haben sich bei der Partnersuche seit Jahren bewährt. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn bevor man sich persönlich trifft, werden die wichtigen Gemeinsamkeiten definiert. Neben Aussehen, den Wertvorstellungen und Hobbies kommt hier zunehmend eine weitere Dimension ins Spiel: Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein.

Dating für eine bessere Welt

Fakt ist: Wer seine Wertvorstellungen im Alltag ohnehin kompromisslos vertritt und auch hin und wieder verteidigen muss, möchte dies nicht auch im Rahmen einer Beziehung tun. Hier wünscht man sich in diesem wichtigen Punkt Harmonie und Übereinstimmung, wenn man schon bei Eltern, Kollegen und Freunden nicht immer auf völliges Verständnis trifft. So betrachtet scheint es natürlich durchaus sinnvoll, die Partnerwahl auf jene Kandidat*innen einzugrenzen, welche die eigenen Ansichten teilen oder zumindest nachvollziehen können. Dass wir uns dabei von einer romantischen Vorstellung des Sich-Verliebens immer weiter entfernen, ist ein Preis, den immer mehr Singles gerne zu zahlen bereit sind.

Gleich und Gleich gesellt‘ sich gern

In der Praxis können zum Beispiel Nutzer*innen von Tinder und Bumble Veganismus, Vegetarismus und Klimawandel als Interessen in ihr Profil aufnehmen. Bei OkCupid können sogar alle potenziellen Partner*innen, die Klimawandel für Fake News halten, herausgefiltert werden. Plattformen wie Grazer, GreenSingles, Veggly oder das deutschsprachige „Gleichklang“ stehen ausschließlich stark ökologisch denkenden Menschen offen. 

Zukunft des Datings ist…grün?

Angesichts der zunehmenden Einsicht, dass es auf einem endlichen Planeten mit unendlichem Wachstum nicht weitergehen kann, steigt die Zahl der Menschen, die nachhaltig leben möchten. Daher liegt es eigentlich nahe davon auszugehen, dass die Einstellung gegenüber Natur und Tieren bei der Auswahl des Lebenspartners, aber auch bei der Zusammensetzung des Freundeskreises eher noch wichtiger werden wird. Etablierte Partnerbörsen werden sich vermutlich gezwungen sehen, ihre Kund*innen dort abzuholen, wo sie stehen – und dafür auch entsprechende Funktionen zu integrieren.

Wie hast du das Thema Umweltschutz in deiner Partnerschaft erlebt? Ist dir bereits eine Beziehung aufgrund unterschiedlicher Standpunkte in die Brüche gegangen, oder hast du eine*n Partner*in gefunden, die deine Überzeugungen teilt?

(Bild: Unsplash)

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